Streit wegen US-Schweinefleisch

  • 07 September, 2020
  • Eva Triendl
Streit um Schweinefleischimporte (Foto: CNA)

Präsidentin Tsai Ing-wen (蔡英文) hat Ende August den Entschluss bekannt gegeben, die Importbeschränkungen für Schweinefleisch und Rindfleisch aus den USA zu lockern. Ab nächstem Jahr soll Schweinefleisch mit einer Höchstgrenze von Rückständen des Futterzusatzes Ractopamin nach Taiwan importiert werden dürfen.

Außerdem soll die  Einfuhr von Fleisch aus den USA von Rindern im Alter von über 30 Monaten erlaubt werden. Aufgrund von Bedenken wegen BSE (Rinderwahn) besteht derzeit ein Einfuhrverbot für Fleisch älterer Rinder.

Der Einsatz des Futtermittelzusatzes Ractopamin ist in Taiwans Schweinezucht nicht zugelassen. Schweinefleisch mit Rückständen des Futterzusatzes Ractopamin darf nicht nach Taiwan eingeführt werden. Gemäß der Regierung ist die Entscheidung zur Lockerung der Einfuhrbeschränkungen im Interesse der Wirtschaft des Landes getroffen worden: Denn Beschränkungen der Importe von Rind- und Schweinefleisch sind ein Haupthindernis bei Handelsgesprächen zwischen Taiwan und den USA.

Die USA haben die Entscheidung begrüßt und bereits eine neue Dialogplattform für Handelsgespräche auf hoher Ebene angekündigt.

Obwohl derzeit importiertes Schweinefleisch nur einen Anteil von 10 Prozent auf Taiwans Markt hat, plant das Kabinett einen Fonds für Schweinezüchter einzurichten, um negative Auswirkungen auf Taiwans Schweinezüchter auszugleichen.

Mehr über das Mittel Ractopamin und kontroverse Schweinefleischimporte aus den USA heute in Taiwan Monitor

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