Yang Cui zur Erinnerungspolitik im Kinohit "Detention"

  • 27 November, 2019
  • Carina Rother
Bildausschnitt aus Horror-Drama

"Fanhsiao - Detention", zu Deutsch "Nachsitzen", heißt der 2019 erschienene Horrorfilm von Regisseur John Hsu. An den Kinokassen brach er dieses Jahr die Verkaufsrekorde und wurde bei den Golden Horse Filmfestspielen in 12 Kategorien nominiert.

Basierend auf einem gleichnamigen Computerspiel, spielt der Film in einer abgelegenen Mittelschule im Taiwan der 1960er. Eine historische Wirklichkeit von politischer Verfolgung und Überwachung vermischt sich in dem Horror-Drama mit Volksglauben, ruhelosen Geistern und Dämonen. Sie sind der Ausdruck des psychologischen Dilemmas der jungen Protagonisten zwischen Denunziation, Betrug und Reue.

Zu einer Zeit, in der Taiwan sich an die Aufarbeitung der Diktaturvergangenheit macht, greift der Film die zentralen Fragen von Erinnern und Vergessen für ein junges Publikum auf. Wir sprechen mit der Vizevorsitzenden der Kommission für Vergangenheitsaufarbeitung, Yang Cui, über den Film und seine Bedeutung für die Vergangenheitsaufarbeitung.

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