Chinas Haltung gegenüber Hongkong

  • 09 September, 2019
  • Eva Triendl
Demonstrierende Mittelschülerinnen in Hongkong (Foto: The Stand News)

Seit drei Monaten kommt es in Hongkong zu Protesten und Demonstrationen. Dabei kam es auch mehrfach zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstrierenden und der Hongkonger Polizei und es wurden Kundgebungsteilnehmer festgenommen. Auslöser der Proteste war ein Gesetzentwurf für ein Auslieferungsabkommen, das Auslieferungen nach China ermöglichen soll. Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam hat vergangene Wochen angekündigt, dass das Gesetz nun endgültig zurückgenommen werde. Doch damit gingen die Proteste nicht zu Ende. Denn die Protestbewegung hat bereits seit längerem fünf Grundforderungen – und nun ist erst die erste Forderung erfüllt. Zu den Forderungen gehören freie Wahl des Hongkonger Regierungschefs und des Hongkonger Parlaments, eine unabhängige Untersuchung des Vorgehens der Polizei gegen Demonstrierende und die Anklagen gegen verhaftete Demonstranten soll fallengelassen werden. Sie fordern, dass die Versprechen von Autonomie für Hongkong gemäß dem Modell "Ein Land - zwei Systeme" eingehalten werden. In Taiwan verfolgt man die Entwicklung in Hongkong aufmerksam. Radio Taiwan International sprach mit Wuer Kaixi, einem Studentenführer der Demokratiebewegung in China, die 1989 durch Truppen blutig niedergeschlagen wurde. Wuer Kaixi lebt nun in Taiwan. Er ist auch Mitglied des Emeritus Board von Reporter ohne Grenzen.

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