Pandas für Kaohsiung?

  • 08 April, 2019
  • Eva Triendl
Die Pandas Tuan Tuan und Yuan Yuan (CNA Archivfotos)

Pandas, die schwarz-weißen niedlichen Bären, erfreuen sich sehr großer Beliebtheit. Und mit Pandas lässt sich auch gut Diplomatie betreiben – ein Höhepunkt der Pandadiplomatie war zum Beispiel das Geschenk des Pandapaares Ling-Ling und Hsing-Hsing an die USA, nach dem historischen Besuch Richard Nixons in China.

Auch der damalige deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt erhielt 1980 zwei Pandas, Bao Bao und Tjen Tjen, die er dem Zoo Berlin übergab.

In Taiwan hat der Vorschlag einer Abgeordneten des Nationalen Volkskongresses Kaohsiung ein Pandapaar zu schenken, für große Aufregung gesorgt - und es ist nicht das erste Mal, dass Pandas in Taiwan für kontroverse Diskussionen gesorgt haben. 

Der frühere Parteivorsitzende der KMT, Lien Chan, hat im Jahr 2005 China besucht. Er ist dort auch mit Hu Jintao zusammengetroffen, damals Staatspräsident der Volksrepublik China und Generalsekretär der Kommunistischen Partei Chinas. Es war das erste Treffen zwischen Parteichefs der beiden Parteien und der erste Besuch eines KMT-Vorsitzenden in China seit 60 Jahren. Hu Jintao hat damals Lien Chan zwei Pandas als Geschenk angeboten. Damals wurde das Geschenk von der DPP-Regierung unter Chen Shui-bien jedoch abgelehnt. 2008 kam in Taiwan die KMT wieder an die Regierung und die beiden Pandabären Tuan Tuan und Yuan Yuan sind schließlich am 23. Dezember 2008 in Taiwan eingetroffen. Seither leben sie im Pandahaus im Zoo Taipei – nach der Geburt von Yuanzai sind sie zu dritt.

Mehr über die Diskussionen über Pandas heute in Taiwan Monitor