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Guatemalas Präsident bekräftigt Fortbestand der diplomatischen Beziehungen zu Taiwan

  • 09-02-2024
Guatemalas Präsident bekräftigt Fortbestand der diplomatischen Beziehungen zu Taiwan
Quelle: @BArevalodeLeon

Taipei – 9. Februar 2024. Präsident Bernardo Arevalo von Guatemala betonte gestern, dass das Land trotz engerer Wirtschaftsbeziehungen mit China nicht beabsichtige, die diplomatischen Beziehungen zu Taiwan abzubrechen. Arevalo, der im Januar sein Amt antrat, versprach, die Korruption zu bekämpfen und Beziehungen zu China aufzubauen. Er äußerte jedoch Bedenken hinsichtlich möglicher Kosten eines Abbruchs der Beziehungen zu Taiwan.

Die Angelegenheit geriet ins Rampenlicht, als der guatemaltekische Außenminister Carlos Ramiro Martinez gegenüber Reuters offenbarte, dass Guatemala in Betracht ziehe, mit China zusammenzuarbeiten, um formelle Handelsbeziehungen aufzubauen. Dies führte zu Forderungen der Opposition nach Klarstellung bezüglich der diplomatischen Absichten.

In einem Interview im Nationalpalast von Guatemala-Stadt bekräftigte Arevalo erstmals seit Amtsantritt öffentlich die Position seiner Regierung. Er betonte, dass sie sich nicht für eine Seite entscheiden würden, und versicherte gleichzeitig das Engagement, die Beziehungen sowohl zu Taiwan als auch zu China zu fördern.

Arevalo versprach zudem, die Ursachen der Auswanderung anzugehen, insbesondere die Armut, die im Jahr 2022 etwa 233.000 Guatemalteken veranlasste, legal oder illegal in die Vereinigten Staaten auszuwandern. Seine Regierung plant, die Quoten für befristete Arbeitsvisa durch Vereinbarungen mit den USA erheblich zu erhöhen, um diese Situation zu verbessern.

Guatemala bleibt eines der zwölf Länder, die diplomatische Beziehungen zu Taiwan unterhalten. Honduras übertrug als letztes Land die Anerkennung auf China, nachdem es beträchtliche Hilfe in Höhe von 2,5 Milliarden US-Dollar von Peking angefordert hatte.

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