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CEDAW fordert von Taiwan Antidiskriminierungsgesetze und Aufklärung über "Trostfrauen"

  • 02-12-2022
CEDAW fordert von Taiwan Antidiskriminierungsgesetze und Aufklärung über
Die Vorsitzende des Ausschusses, Shin Heisoo, gab heute die Ergebnisse der viertägigen Sitzung zu Frauenrechten in Taiwan bekannt. (Foto: Gender Equality Committee (GEC))

Taipei – 02. Dezember 2022. Der 4. Internationale Konferenz- und Prüfungsausschuss für Taiwans Bericht zur UN-Konvention zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW) traf sich vom 28. November bis zum 2. Dezember in Taipei, um über die Fortschritte und Bemühungen Taiwans bei der Förderung der Frauenrechte zwischen 2017 und 2020 zu diskutieren.

Mehr als 400 staatliche Vertreter und 360 Vertreter von Zivilgesellschaften waren anwesend. Die Vorsitzende des Ausschusses, Shin Heisoo, gab heute die Ergebnisse der viertägigen Sitzung bekannt. Sie wies darauf hin, dass Taiwan bereits eine nationale Menschenrechtskommission eingerichtet habe. Deren Aufgabe jedoch nicht nur darin bestehe, als Brücke für den Dialog zu dienen, sondern auch als Hüterin der Menschenrechte und der Gleichheit zu fungieren. Shin betonte, dass Taiwan so bald wie möglich ein umfassendes Antidiskriminierungsgesetz verabschieden und der Geschichte der so genannten „Trostfrauen“, d.h. der Sexsklavinnen für die japanischen Armee im zweiten Weltkrieg, mehr Aufmerksamkeit schenken sollte.

Shin Heisoo erklärte auch, dass sie es sehr bedauere, dass eine der Organisationen, die sich am meisten für die Trostfrauen in Taiwan einsetze, das Ama Museum, ihren Sitz aufgrund finanzieller Schwierigkeiten verlegen musste. Shin sagte, dass die Geschichte der Trostfrauen ein Teil der Geschichte der sexuellen Gewalt gegen Frauen sei. Sie hofft daher, dass die taiwanische Regierung mehr Mittel zur Verfügung stellt oder ein Museum für Frauenrechte einrichtet, um die Öffentlichkeit über die ungerechte Behandlung von Frauen aufzuklären.

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