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Menschenrechtsgruppen fordern Unterstützung für Opfer von Menschenhandel

  • 23-09-2022
Menschenrechtsgruppen fordern Unterstützung für Opfer von Menschenhandel
Foto von Lin Yongqing

Taipei – 23. September 2022. Menschenrechtsgruppen forderten die Regierung heute dazu auf, den nach Taiwan zurückgekehrten Opfern von Menschenhandel mehr Unterstützung bereitzustellen. Zu den teilnehmenden Organisationen gehören unter anderem die Women’s Rescue Foundation, die Humanity Research Consultancy und die Global Anti-Scam Organization.

In den vergangenen Monaten wurden hunderte Taiwanerinnen und Taiwaner mit lukrativen Jobangeboten auf Social Media nach Kambodscha gelockt. Viele der Menschen konnten bereits gerettet werden, viele stecken aber noch immer in Kambodscha fest.

Die Menschenrechtsgruppen verkündeten heute, dass die betrogenen taiwanischen Arbeiter in Kambodscha zu Zwangsarbeit gezwungen wurden, weil sie zu Hause mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten konfrontiert waren. Während der Zwangsarbeit waren viele der Menschen verbaler und körperlicher Gewalt ausgesetzt.

Nach ihrer Rückkehr nach Taiwan, verschlechterte sich die finanzielle Situation vieler Rückkehrer aber noch weiter. Außerdem hätten viele der Menschen ihre traumatischen Erfahrungen noch nicht verarbeiten können. Deshalb forderten die Menschenrechtsgruppen die taiwanische Regierung dazu auf, dafür zu sorgen, dass ihnen eine einfache Unterkunft, Sicherheit und Rechtsschutz sowie psychologische Beratung versichert werden. Sie appellierten auch an das taiwanische Volk, die Opfer nicht zu stigmatisieren.

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