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Taiwan endet Fukushima-Importbann für Lebensmittel

  • 08-02-2022
Taiwan endet Fukushima-Importbann für Lebensmittel
Kabinettssprecher Lo verkündete heute ein Ende des Importbannes für Lebensmittel aus der japanischen Präfektur Fukushima und angrenzenden Gebieten. (Bild: Liveübertragung des Kabinetts)

Taipei – 8. Februar 2022. Taiwan wird den Importbann für Lebensmittel aus der japanischen Präfektur Fukushima und vier angrenzenden Präfekturen Ende Februar aufheben. Das erklärte der Sprecher des Regierungskabinetts Lo Ping-cheng (羅秉成) heute.

Der Importbann wurde 2011 nach der Nuklearkatastrophe im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi verhängt, welche durch ein Erdbeben mit anschließendem Tsunami ausgelöst wurde. Weltweit hatten nur China und Taiwan noch an einem Importbann für Lebensmittel aus den betroffenen Regionen festgehalten.

Regierungskabinettssprecher Lo sagte, dass Taiwan Lebensmittel aus den betroffenen Regionen weiterhin strenger überprüfen werde. Lebensmittel aus den betroffenen Gebieten müssen ein Herkunftszertifikat sowie einen Nachweis über eine Überprüfung der Strahlenbelastung nachweisen. Außerdem werde Taiwan die Lieferungen an der Grenze inspizieren.

Bestimmte Produkte aus den betroffenen Regionen können auch weiterhin nicht nach Taiwan importiert werden. Das betrifft Pilze, das Fleisch wilder Tiere sowie wildwachsendes Gemüse.

Auch Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen (蔡英文) äußerte sich heute auf Facebook zur Aufhebung des Fukushima-Importbannes. Sie bezog sich dabei auch auf das Referendum im Dezember vergangenen Jahres, bei dem ein Bann von Ractopamin-haltigen Schweinefleisch keine Zustimmung fand. Tsai argumentierte, dass dies Taiwans Zustimmung zu internationalen Handelsstandards zeige. Die Regierung werde alle Lebensmittelimporte aus den betroffenen Gebieten in Japan weiterhin wissenschaftlich untersuchen und die Lebensmittelsicherheit gewährleisten, so Tsai.

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