:::

Kabinett erhöht Entschädigungszahlungen für Opfer des Kriegsrechtes

  • 13 January, 2022
Kabinett erhöht Entschädigungszahlungen für Opfer des Kriegsrechtes
Eine Gedenkstelle für Opfer des 228-Zwischenfalls. Das Kabinett hat heute höhere Entschädigungszahlungen für Opfer des Kriegsrechtes gebilligt. (Bild: CNA)

Taipei – 13. Januar 2021. Taiwans Kabinett hat heute eine Gesetzesänderung gebilligt, die Entschädigungszahlungen für die Opfer des Kriegsrechtes in Taiwan erhöht.

In Taiwan wurde unter der Herrschaft der KMT seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges bis zur Abschaffung des Kriegsrechtes im Jahr 1987 jegliche Regierungskritik scharf unterdrückt. Diese Periode wird auch als Weißer Terror bezeichnet. Personen, deren Rechte während des Kriegsrechtes verletzt wurden, können Entschädigungszahlungen vom Staat beantragen.

Die Gesetzesänderung sieht vor, dass Angehörige von ungerechtfertigt Getöteten während dieser Periode 12 Millionen Taiwan-Dollar (ca. 380.000 Euro) beantragen können. Das ist das Doppelte der vorherigen Entschädigungssumme. Angehörige von Personen, die bis zu ihrem Tod inhaftiert wurden, können 500.000 Taiwan-Dollar (ca. 15.900 Euro) geltend machen. Personen, die ungerechtfertigt inhaftiert wurden, können je nach Haftdauer bis zu 11,4 Millionen Taiwan-Dollar (ca. 361.500 Euro) erhalten.

Außerdem sieht die Gesetzesänderung Regelungen für die Entschädigung für illegal konfiszierte Grundstücke und Wohneigentum vor.

Opfer oder Angehörige von Opfern, die bereits Entschädigungszahlungen erhalten haben, können ebenfalls die Differenz geltend machen.

Kommentare

Aktuell in dieser Rubrikmehr