Umweltschützer rufen zur Petition gegen Flüssiggasanlage in Taoyuan auf

  • 22 February, 2021
Blick auf das Gebiet des Datan-Algenriffs vor der Küste Taoyuans (Archivbild: CNA)

Taipei – 22. Februar 2021. Umweltschutzgruppierungen und Vertreter der Opposition haben heute auf einer Pressekonferenz für eine Petition geworben, die sich gegen den Bau einer Flüssiggasanlage in Taoyuan richtet. Die Umweltschützer befürchten ernsthafte Auswirkungen auf ein benachbartes Algenriff.

Das Unternehmen CPC Corp, das für den Bau verantwortlich ist, verwies heute auf eine Umweltverträglichkeitsstudie von 2018. Darin versprach das Unternehmen beim Bau der neuen Empfangsstation vor der Küste Taoyuans, alles für den Schutz des Datan-Algenriffs zu unternehmen.

Unter anderem heißt es in dem Bericht, dass der Bau der Empfangsstation nicht die empfindlichen Regionen des Riffs berühren werde. Außerdem werde der Bau auf vorhandenem Meeresboden stattfinden und kein neues Land aufgeschüttet. Durch eine Entfernung von 740 Metern zur Küste werde das örtliche Ökosystem geschützt.

Ein Sprecher des Unternehmens sagte: „Wir haben das Gebiet unter Wasser fotografiert und sehen, dass es dort keine Algenriffe und keine Korallen gibt. Wir haben auch Analysen zur Meeresströmung angestellt und experimentell bestätigt, um die Nachhaltigkeit dieses Gebiets sicherzustellen.“

Manche Umweltexperten befürchten dagegen, dass der geplante Bau der Empfangsstation zu einem Zusammenbruch des lokalen Ökosystems führen könnte. Ihrer Meinung nach könnte der Bau Änderungen der Meeresströmungen in der Region herbeiführen und damit die Lebensräume von Meerestieren gefährden.

Der Bau der neuen Empfangsstation für Flüssiggas ist Bestandteil der Regierungspolitik zur Energiewende. Die Politik sieht unter anderem vor, aus der Atomenergie auszusteigen und den Anteil von erneuerbaren Energien bis 2025 auf 20 Prozent zu erhöhen.

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