Behörde: Grippeimpfung als Grund für Erkrankung unwahrscheinlich

  • 26 October, 2020
Grippeimpfung in Taiwan (Bild: CNA)

Taipei – 26. Oktober 2020. Dem Krankheitskontrollamt zufolge ist ein Zusammenhang zwischen einer Grippeimpfung und einer Nervenerkrankung bei einem 51-jährigen Taiwaner unwahrscheinlich. Der Mann war zehn Tage nach seiner Impfung kurzzeitig in ein Koma gefallen und wird seitdem im Krankenhaus behandelt.

Laut Behörde bekam der Mann aus dem mitteltaiwanischen Taichung am 10. Oktober einen Impfstoff des französischen Herstellers Sanofi verabreicht. Nach der Entwicklung schwerer Krankheitssymptome zehn Tage später wurde bei dem Mann die Immunschwäche Guillain-Barre Syndrom (GBS) festgestellt.

Der Vizeleiter des Krankheitskontrollamts Chuang Jen-hsiang (莊人祥) sagte, dass der Mann und seine Angehörigen Kompensation bei der Behörde beantragen könnten. Ein Expertengremium würde dann entscheiden, ob Kompensation in dem Fall zusteht. Es gebe nur wenige Studien, die GBS mit Grippeimpfungen in Verbindung bringen würden, so Chuang.

Angaben des Herstellers Sanofi zufolge haben bis zum 23. Oktober von vier Millionen Personen, die dieses Jahr in Taiwan gegen die Grippe geimpft wurden, 12 von schweren Nebenwirkungen berichtet. Von diesen habe nur eine einen Impfstoff der Firma Sanofi erhalten. Ein Zusammenhang sei bisher aber noch unklar.

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