Europäisches Positionspapier fordert mehr internationale Einbindung Taiwans

  • 01 October, 2020
EU-Parlamentsfraktion kritisiert chinesische Militärprovokationen (Bild: Archiv)

Taipei, 01.10.2020 - Die EVP (Europäische Volkspartei) hat am 28. September ein Positionspapier zu den EU-China-Beziehungen veröffentlicht. Darin formuliert die größte Parlamentsfraktion im EU-Parlament unter anderem deutliche Kritik an Chinas Drohungen gegenüber Taiwan.

Das Außenministerium dankte heute der EVP für ihre Fürsprache und betonte die Bereitschaft Taiwans, mit gleichgesinnten Nationen eng zusammenzuarbeiten, um Stabilität und Wohlstand in der Region zu sichern.

Das achtseitige Positionspapier besagt zu Taiwan: “Die EVP unterstützt die effektive Einbindung Taiwans in internationale Foren wie die WHO (...). Wir verurteilen Drohungen von offizieller Seite aus China gegen europäische Staatschefs, die ihre Unterstützung für Freiheit und Demokratie in Taiwan äußern, wie im Falle des tschechischen Senatspräsidenten Miloš Vystrcil Ende August 2020 geschehen. Wir verurteilen außerdem Chinas zunehmende Androhung einer möglichen militärischen Intervention auf der Insel.”    

Weitere Inhalte des Papiers sind eine Kritik an Pekings Unterdrückung von Menschen- und Freiheitsrechten in Hongkong, Tibet und Xinjiang, sowie an der Verschleierung von Informationen zu Covid-19 in China.        

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