Ermittler in Taipei erheben Anklage gegen Abgeordnete wegen Bestechung

  • 21 September, 2020
Pressekonferenz der Ermittlungsbehörde in Taipei (Bild: CNA)

Taipei – 21. September 2020. Ermittler in Taipei haben heute vier Abgeordnete und einen ehemaligen Abgeordneten angeklagt. Den fünf Männern wird vorgeworfen, Bestechungsgelder angenommen und damit gegen das Anti-Korruptionsgesetz verstoßen zu haben.

Die Angeklagten sind Chen Chao-ming (陳超明) und Liao Kuo-tung (廖國棟) von der oppositionellen Kuomintang, der unabhängige Abgeordnete Chao Cheng-yu (趙正宇), Su Chen-ching (蘇震清) von der Regierungspartei DPP sowie der ehemalige Abgeordnete der New Power Party Hsu Yung-ming (徐永明).

Die Ermittler werfen vier der Angeklagten vor, Bestechungsgelder von dem ehemaligen Vorsitzenden von „Pacific Distribution Investment“ Lee Heng-lung (李恆隆) angenommen zu haben. Im Gegenzug sollten die Abgeordneten Lee in dessen juristischem Verfahren gegen die „Far Eastern Group“ unterstützen.

Angaben der Ermittler zufolge hat Lee seit 2013 mehrere Male Zahlungen an die Abgeordneten geleistet, um Einfluss zu kaufen, der ihm dabei helfen sollte, die Eigentumsrechte an Pacific SOGO zu erhalten – einer der profitabelsten Kaufhausketten in Taiwan.

Die Ermittler erhoben heute zudem Anklage gegen sieben weitere Personen, die ebenfalls mit in die Fälle verwickelt sein sollen.

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