39. Todestag von Chen Wen-chen: Vergangenheitsaufarbeitung geht weiter

  • 02 July, 2020
Chen Wen-chen Gedächtnisplatz (Bild: Archiv)

Taipei, 02.07.2020 - Präsidentin Tsai Ing-wen (蔡英文) und die Kommission zur Vergangenheitsaufarbeitung haben heute an den 39. Todestag des Demokratieaktivisten Chen Wen-chen (陳文成) erinnert.

In einem Facebook-Beitrag erinnerte die Präsidentin an die Bedeutung der historischen Aufarbeitung und Aufklärung von Taiwans Kriegsrechtsdiktatur. 

Der Taiwaner Chen Wen-chen lebte 1981 als 31-jähriger Universitätsprofessor in den USA. Wegen seines politischen Engagements stand er dort unter Beobachtung der taiwanischen Sicherheitsbehörden. Bei einem Taiwanbesuch wurde er von der damaligen Geheimpolizei festgenommen und am nächsten Tag tot auf dem Campus der Nationalen Taiwan Universität aufgefunden. Die darauf folgende polizeiliche Untersuchung kam zu dem Schluss, dass es sich um einen Unfall oder Suizid gehandelt habe.

Die Kommission zur Vergangenheitsaufarbeitung hat die polizeilichen Akten und Überwachungsprotokolle jetzt erneut ausgewertet und vor wenigen Monaten einen Bericht vorgelegt, der ein Gewaltverbrechen als Todesursache nahe legt. Die Kommission sagte heute, die Details des Falls seien noch immer nicht abschließend geklärt. Als nächstes wolle man die Akten der Überwachung im Ausland untersuchen, um weitere Klarheit im Fall Chen Wen-cheng zu schaffen.        

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