Innenminister mahnt zur Umsicht bei Umbenennung von Diaoyutai-Inseln

  • 29 June, 2020
Innenminister Hsu (links) im Online-Interview (Bild: 彭博士觀風向)

Taipei – 29. Juni 2020. Innenminister Hsu Kuo-yung (徐國勇) hat heute zur Umsicht bezüglich der Umbenennung der umstrittenen Diaoyutai-Inseln gemahnt. In einem Online-Interview sagte Hsu, dass eine Namensänderung zwar im Ermessen der Lokalregierung von Yilan liege. Allerdings sei das Thema politisch sensibel.

In dem Interview bekräftige der Minister, dass die Diaoyutai-Inseln zu Taiwan gehören würden. Die Regierung werde bei der Frage zur Souveränität der Inseln keine Kompromisse eingehen. Außerdem hätten Taiwans Fischer ein Recht darauf, in den umliegenden Gewässern ihrer Arbeit nachzugehen.

Zugleich sagte Hsu aber auch: „Man muss auch an die politischen Realitäten denken. Das ist eine Tatsache. Wenn uns [die Lokalregierung von Yilan] die Namensänderung mitteilt, was sie natürlich tun kann, dann werden wir das zur Kenntnis nehmen und formal überprüfen. Aber erst warten wir, bis uns der Antrag vorliegt.“

Der Innenminister betonte, dass die Rechte der Fischer in den umliegenden Gewässern der Diaoyutai-Inseln am wichtigsten seien. Seit dem Amtsantritt der DPP habe es keine Fälle mehr gegeben, in denen taiwanische Fischerboote beschlagnahmt worden seien. Die Verhandlungen mit Japan seien ebenfalls nach und nach abgeschlossen worden.

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