Taiwans Repräsentant erläutert vor Kanadas Parlament COVID-19-Prävention

  • 24 June, 2020
Winston Chen, Repräsentant in Kanada, vor dem Parlament

Taiwans Repräsentant in Kanada, Winston Chen ( 陳文儀), nahm an einer Videokonferenz mit dem Gesundheitskomitee des kanadischen Unterhauses teil. Dabei berichtete er von Taiwans Erfahrungen bei der Bekämpfung des COVID-19-Ausbruchs.

Es war erst das zweite Mal seit Abbruch der diplomatischen Beziehungen durch Kanada vor 50 Jahren, dass ein Offizieller Taiwans vor dem kanadischen Parlament sprechen konnte.

Chen wies bei seinem 10-minütigen Bericht darauf hin, dass Taiwan trotz fehlender WHO-Mitgliedschaft und mangelnder Information durch die WHO in der Lage gewesen sei, COVID-19 zu bekämpfen. Taiwan stützte sich dabei auf seine bei der SARS-Epidemie 2003 gemachten Erfahrungen, mit denen man sich auf mögliche kommende Ereignisse vorbereitete. Dafür wurden auch umfassende Reformen in der Gesetzgebung unternommen. Zudem habe man nach den ersten Informationen atypischer Symptome sofort mit der Untersuchung von aus China kommenden Passagieren begonnen.

Winston Chen betonte, dass ein Virus keine Grenzen kenne und Taiwan daher nicht von der WHO ausgeschlossen sein sollte. Dabei sprach er sich für eine Kooperation mit Kanada und anderen Ländern aus, um sich der pandemischen Herausforderung zu stellen.

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