Premier rät China zur Epidemiebekämpfung statt zu Militäraktionen

  • 23 June, 2020
Premierminister Su betont Taiwans Friedfertigkeit

Premierminister Su Tseng-chang (蘇貞昌) kritisierte Chinas ständige Störmanöver zu Wasser und in der Luft, welche für Unruhe in Taiwan sorgten. Angesichts der in Peking ausgebrochenen zweiten Viren-Epidemie-Welle legte er Chinas Führung nahe, dessen Kräfte eher auf eine Verbesserung der epidemischen Lage und das Wohl des Volkes als auf militärische Aktivitäten auszurichten.

Die Kritik von Chinas Büro für Taiwanangelegenheiten, welches ihm einen provozierenden Aufbau einer Opposition in der Taiwanstraße vorwarf, bezeichnete er als überzogen. In seiner Rolle als Premier werde er niemals eine Konfrontation in der Taiwanstraße provozieren. Taiwan sei ein kleines Land und wolle zum regionalen Frieden beitragen. China hingegen habe nie den Einsatz von Gewalt gegenüber Taiwan aufgegeben und provoziere zur Zeit mit Aktionen seiner Marine.

Taiwans Kommission für Festlandsangelegenheiten (MAC) bedauerte das fehlende Verständnis von Taiwans öffentlicher Meinung durch das Festland. Hinter den stetigen Einschüchterungsversuchen der öffentlichen Meinung sah das MAC eine Furcht vor demokratischer Regierungsweise und rigides autoritäres Denken.

Die kürzlichen Provokationen durch chinesische Militärschiffe stellten eine ernsthafte Verletzung internationaler Rechte und der Prinzipien internationaler Beziehungen dar. Man werde weder grundlose Provokationen zulassen noch die Bewahrung seiner Souveränität und Sicherheit vernachlässigen.

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