Taiwan lehnt Chinas „Ein Land, zwei Systeme“ ab

  • 22 May, 2020
Chiu Chui-cheng, Vizevorsitzender und Sprecher von Taiwans Festlandkommission (Rti Archivfoto)

Taipei – 22.5.2020 – Taiwan lehnt Chinas Modell „Ein Land, zwei Systeme“ ab. Als Reaktion auf den Regierungsbericht des chinesischen Premierministers Li Keqiang (李克强) sagte der Vizevorsitzende und Sprecher von Taiwans Festlandkommission, Chiu Chui-cheng (邱垂正), die klare Politik der Regierung sei, die Angelegenheiten zwischen beiden Seiten der Taiwanstraße gemäß der Verfassung der Republik China und den Bestimmungen für die Beziehungen zwischen den Bevölkerungen beider Seiten der Taiwanstraße zu handhaben und den Status Quo von Frieden und Stabilität in der Taiwanstraße zu bewahren.

Man appelliere an die andere Seite, auf der Grundlage von Präsidentin Tsai Ing-wens (蔡英文) Vorschlag „Frieden, Gleichheit, Demokratie und Dialoge“, positive Interaktionen einzugehen und Differenzen abzubauen. Die rote Linie der Regierung sei die Ablehnung von "Einem Land, zwei Systeme", der Abwertung Taiwans und Bruchs des Status quo. Daran halte die Regierung bei der Handhabung der Beziehungen zwischen beiden Seiten der Taiwanstraße fest, so der Vizevorsitzende der Festlandkommission. Die Festlandkommission ist die oberste Behörde für Chinapolitik Taiwans.

Chinas Premierminsiter Li Keqiang hat in seinem Regierungsbericht vor dem Nationalen Volkskongress der Volksrepublik China gesagt, China sei resolut gegen separatistische Aktivitäten, die nach Taiwans Unabhängigkeit strebten und werde diesen Einhalt gebieten. Man solle gemeinsam nach Vereinigung streben.

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