Alex Tsai bestreitet Vorwurf der Erpressung von Chinas Whistleblower-Spion

  • 09 January, 2020
Alex Tsai (蔡正元) bestreitet Verbindung zu Sun (Bild: CNA)

Taipei, 09.01.2020 - KMT-Vize-Generalsekretär Alex Tsai (蔡正元) hat heute auf einer Pressekonferenz Stellung zu den Vorwürfen der australischen Zeitung “The Age” genommen.

“The Age” hatte gestern (08.01.) einen Bericht veröffentlicht, laut dem der in Australien in politischem Asyl befindliche Chinese Wang Liqiang seit Weihnachten reizvolle Angebote sowie Todesdrohungen erhielt, die darauf abzielten, dass er seine Aussagen zurückziehe. Im November 2019 hatte Wang australischen Medien gegenüber angegeben, als Spion für China gearbeitet zu haben und unter anderem mit der Unterwanderung von Taiwans Demokratie beauftragt gewesen zu sein.

Laut dem gestrigen Bericht verlangten die Erpresser von Wang, öffentlich anzugeben, er sei von der taiwanischen Regierungspartei DPP dafür bezahlt worden, sich öffentlich als Spion auszugeben. Im Gegenzug für diese Aussage soll ihm unter anderem politisches Asyl in Taiwan angeboten worden sein.

Laut anonymen Informanten aus den Reihen der australischen Sicherheitsbehörden handelte es sich bei den Verfassern der Drohungen und Forderungen um einen chinesischen Geschäftsmann namens Sun und den Vizegeneralskretär der taiwanischen Oppositionspartei KMT, Alex Tsai.

Der Vize-Generalsekretär bestritt heute die Anschuldigungen und sagte, ihm war Herr Sun bis dato unbekannt. Als Beweis für seine Unschuld spielte er die Aufnahme eines Telefonats zwischen ihm und Wang Liqiang vor, auf der Tsai den Vorwurf äußerte, Wang handle im Auftrag der DPP. Die Antwort Wangs war nicht zu hören. 

Wang bestritt außerdem die Echtheit von Sceenshots mutmaßlicher Nachrichten zwischen ihm und Sun, sowie Sun und Wang.   

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