Beginn von Gesprächen über maritime Angelegenheiten mit Japan

  • 02 December, 2019
  • 何得中
Maritimer Dialog zwischen Taiwan und Japan (Bild: RTI)

Taipei – 2. Dezember 2019. In Taipei hat heute die vierte Ausgabe des Dialogs mit Japan über maritime Angelegenheiten begonnen. Der Vorsitzende von Taiwans Vereinigung für Japan-Beziehungen Chiou I-jen sagte zum Auftakt, dass man nach drei Jahren schon gewisse Grundlagen habe, es aber auch noch viele Probleme gebe.

„Wir hoffen, dass beide Seiten die noch bestehenden Probleme nicht nur von ihrem jeweils eigenen Standpunkt aus betrachten, sondern auf der Basis von gegenseitigem Verständnis nach verschiedenen Möglichkeiten für Lösungen suchen können,“ so Chiou.

Der Vorsitzende von Japans Vereinigung für den Austausch mit Taiwan Ohashi Mitsuo verwies in seiner Rede auf gemeinsame Werte und den engen wirtschaftlichen Austausch beider Länder. Er sei sich sicher, dass man die Probleme trotz bestehender Schwierigkeiten im Sinne der Menschen beider Seiten lösen können werde.

Der „Taiwan-Japan-Dialog über maritime Angelegenheiten“ wurde im Mai 2016 ins Leben gerufen. Ende Oktober 2016 fand die erste Konferenz in Tokio statt. Bei den vorherigen Gesprächen standen vor allem der Streit um das Okinotori-Atoll in der Philippinensee und die Rechte taiwanischer Fischer im Vordergrund.

Im April 2016 war ein taiwanischer Fischkutter von Japans Küstenwache im Gebiet um das Okinotori-Atoll beschlagnahmt worden. Tokio bezeichnet das Atoll als eine Insel und beansprucht exklusive Wirtschaftsrechte. Taipei sieht darin eine Einschränkung für die Rechte von Taiwans Fischern.

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