Gedenkmarsch für 40. Jahrestag von Demokratieprotest geplant

  • 02 December, 2019
  • 何得中
Pressekonferenz (Bild: RTI)

Taipei – 2. Dezember 2019. Mehrere Bürgerrechtsgruppen haben für kommenden Samstag in Kaohsiung einen Gedenkmarsch an den 40. Jahrestag des sogenannten „Formosa-Zwischenfalls“ angekündigt. Das gaben Vertreter der Gruppen im Beisein damaliger Beteiligter heute auf einer Pressekonferenz bekannt.

Der „Formosa-Zwischenfall“ bezeichnet eine Demonstration für Demokratie in Kaohsiung vom 10. Dezember 1979. Damals stand Taiwan noch unter der autoritären Ein-Parteienherrschaft der Kuomintang. Die damalige Regierung griff hart gegen die Protestierenden durch. Heute gilt der Zwischenfall als wichtiger Schritt auf Taiwans Weg zur Demokratisierung.

Die Organisatoren des Gedenkmarschs wollen mit der Aktion eigenen Angaben zufolge an die Opfer all jener erinnern, die sich für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte in Taiwan eingesetzt haben. Zugleich müssten die Bürger daran erinnert werden, ihre harterkämpften, politischen Rechte zu schätzen.

Die langjährige Demokratieaktivistin und damalige Beteilige Linda Arrigo erinnerte auf der heutigen Pressekonferenz daran, dass der Protest 1979 als ein Aufstand gegen die Regierung gedeutet worden sei. Tatsächlich sei es den damaligen Beteiligten aber nur um Freiheit, Demokratie und Menschenrechte gegangen.

Arrigo zog zudem einen Vergleich zwischen dem Protest in Taiwan vor 40 Jahren und den anhaltenden Demonstrationen in Hongkong. Sie glaube, wenn man beide Situationen miteinander vergleiche, würden noch mehr Menschen in Taiwan die Demokratieaktivisten in Hongkong unterstützen.

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