Taipeis Bürgermeister für ausgewogene Beziehungen zu China und den USA

  • 09 October, 2019
Taipeis Bürgermeister Ko Wen-je

Taiwan müsse eine Balance bei seinen Beziehungen zu China und den USA finden und dürfe sich nicht zu sehr an eine Seite anlehnen, teilte Taipeis Bürgermeister Ko Wen-je bei einem Interview gegenüber der Nachrichtenagentur CNA mit.

Zur Politik seiner kürzlich gegründeten Partei TPP (Taiwan Volkspartei) gegenüber den USA befragt sagte Ko, dass er zu beiden Seiten freundliche Beziehungen halten wolle.

Die Regierungspartei DPP um Präsidentin Tsai Ing-wen sei seiner Meinung nach zu stark auf die USA ausgerichtet, den Präsidentschaftskandidaten der KMT Han Kuo-yu bezeichnete er als zu China-freundlich.

Unabhängig vom Wahlausgang werden die USA Taiwan auch nach den Wahlen im Januar 2020 unterstützen. Freundlichere Beziehungen zu China würden Taiwan größeren Handlungsspielraum auf internationaler Ebene geben, er wolle daher die Kommunistische Partei Chinas nicht übermäßig kritisieren. Die Kritik von Präsidentin Tsai an China bezeichnete er als Stimmenfang für die Wahlen 2020.

Eine neutralere Haltung gegenüber China bedeute aber keine Akzeptanz des von Peking angebotenen “Ein Land, zwei Systeme”- Modells.

Ko gewann 2014 mit Unterstützung von DPP-Stimmen als unabhängiger Kandidat die Bürgermeisterschaftswahl in Taipei, entfernte sich aber im Laufe der Zeit mehr und mehr von der DPP.

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