Lebenserwartung steigt auf ein neues Hoch von 80,7 Jahren

  • 11 September, 2019
Bessere medizinische Versorgung und mehr Bewegung sorgen für mehr Lebensjahre

Die durchschnittliche Lebenserwartung der Bürger Taiwans legte im letzten Jahr erneut zu und stieg auf ein neues Hoch von 80,7 Jahren. Während Männer im Durchschnitt 77,5 Jahre alt wurden, erreichen Frauen ein Durchschnittsalter von 84 Jahren, teilte das Innenministerium in seinen neuesten, am Mittwoch veröffentlichten Zahlen mit.

Damit lag die Lebenserwartung der Taiwaner sowohl bei den Männern als auch Frauen über dem Weltdurchschnitt, war allerdings niedriger als in Ländern wie Japan, der Schweiz, Spanien oder Singapur.

Die durchschnittliche Lebenszeit legte in den letzten 10 Jahren um 2,1 Jahre zu. Der Fortschritt wird auf die verbesserte medizinische Versorgung, bessere Ernährungsgewohnheiten, auf die verbesserte Lebensqualität und auf die wachsende Popularität von körperlicher Fitness zurückgeführt.

Die Bruttosterbeziffer, die Zahl der Verstorbenen auf 1000 Einwohner, stieg wegen der zunehmenden Alterung leicht auf 7,32 Personen an. Die altersangepasste Mortalitätsrate ging gegenüber dem Vorjahr um 2,2 % zurück und stand bei 415 Sterbefällen pro 100.000 Personen, ein Indikator für den medizinischen Fortschritt im Lande.

Regional gab es bei der von Nord nach Süd abnehmenden Lebenserwartung große Unterschiede. Wurden die Bewohner der Hauptstadt Taipeis im Durchschnitt mit 83,6 Jahren am ältesten, erreichten die Bewohner des südosttaiwanischen Landkreises Taitung eine durchschnittliche Lebenserwartung von nur 75,8 Jahren.

Dies könnte mit der besseren medizinischen Versorgung und der besseren Verkehrsinfrastruktur im Norden zusammenhängen. Hinzu kommen unterschiedliche Lebensgewohnheiten. Die Lücke hat sich jedoch in der letzten Dekade verkleinert.

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