Premier Su verteidigt trotz Kritik Verlängerung der HSR

  • 11 September, 2019
Premier Su betrachtet HSR-Verlängerung als wettbewerbserhöhend

Premierminister Su Tseng-chang verteidigte seine gestrige Bekanntgabe der Verlängerung von Taiwans Hochgeschwindigkeitsbahn HSR ins südtaiwanische Pingtung.

Seine Äußerungen riefen Kritiker auf den Plan, die auf den geringen Nutzen hinwiesen. Einer Zeiteinsparung von 19 Minuten stünden Kosten von mindestens 2 Mrd. USD gegenüber. Je nach Streckenverlauf könnten diese auf 5 Mrd. USD ansteigen. Zudem sinke die Bevölkerungszahl in der Region. Die Vollendung der Streckenverlängerung würde mindestens 10 Jahre dauern.

Premier Su verwies auf die regionale Ausgeglichenheit und nationale Stärke. Die Ausweitung der Strecke nach Pingtung sei entscheidend für die Förderung der HSR im Westen zur Verbindung an die Schnellbahn im Osten. „Ohne Pingtung gäbe es kein Taitung,“ so der Premier. Eine alleinige Betrachtung der eingesparten Zeit wurde von ihm abgelehnt. Taitung befindet sich im Südosten Taiwans.

Die Börsianer sahen es etwas anders. Sie stießen die Aktien des börsennotierte Unternehmen eher ab, der Aktienkurs gab an einem sich positiv entwickelnden Markt heute 2,64 % nach.

Der Betreiber der Bahn, THSRC, verbuchte zwar in den ersten sechs Monaten einen Nettogewinn von 4,2 Mrd. TWD (ca. 134 Mio. USD), das Verhältnis von langfristigen Schulden zu Vermögenswerten stand Ende Juni allerdings bei 84 %. Experten erwarten für den neuen Streckenabschnitt jährliche operative Verluste von 6 Mio. USD. Laut THSRC sei es zudem unklar, wer die Investitionskosten zu tragen habe.

Verkehrsminister Lin Chia-lung gab eine Überprüfung der Strecken für Ende des Monats bekannt.

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