Präsidentin: Waffenkauf von den USA gerechtfertigt

  • 23 August, 2019
Präsidentin Tsai Ing-wen spricht nach der Gedenkveranstaltung auf Kinmen zu Medienvertretern (Foto: RTI)

Taipei – 23.8.2019 – Präsidentin Tsai Ing-wen hat Kritik der chinesischen Regierung an geplanten Waffenkäufen von den USA zurückgewiesen. Der Sprecher des Taiwanbüros des chinesischen Staatsrats, Ma Xiaoguang, hatte die DPP-Regierung wegen der Waffenankaufspläne heftig kritisiert. US-Präsident Donald Trump hatte kürzlich Waffenverkäufe an Taiwan genehmigt, darunter 66 F-16V Kampfflugzeuge.  

Tsai bezeichnete heute nach der Gedenkfeier zum 61. Jahrestag des Bombardements von Kinmen auf Fragen von Reportern die Aussagen vonseiten Chinas als unangebracht: "Dass wir unsere Selbstverteidigungsfähigkeit stärken, um unsere demokratische und freiheitliche Lebensweise zu schützen, ist völlig gerechtfertigt", so die Präsidentin. Man hoffe auch, dass China ein guter Nachbar Taiwans sein könne.

Die Präsidentin sagte, dass Taiwan seit dem 2. Januar vor einer neuen Situation stehe, nachdem China das Modell „Ein Land – zwei Systeme“ für Taiwan hervorgebracht habe. Dies könnten die Bürger Taiwans nicht akzeptieren. Besonders angesichts des gegenwärtigen Strebens der Hongkonger Bürger nach Freiheit und Demokratie müsse Taiwan noch stärker an seiner jetzigen Lebensweise festhalten, Zusammenhalt zeigen und Demokratie und Freiheit verteidigen.  

Der Assistant Secretary für Asien und Pazifik des US-Verteidigungsministeriums, Randall Schriver, wies auf die wachsende Bedrohung durch China hin. Taiwan benötige Waffen zur Verteidigung seines Luftraums.

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