Tsai: Dialog zwischen Regierung und Bürgern Hongkongs notwendig

  • 14 August, 2019
Präsidentin Tsai Ing-wen plädiert für Dialog

Taiwan als Mitglied des demokratischen Lagers müsse für die Freiheit und Demokratie anstrebenden Bürger Hongkongs eine unterstützende Haltung einnehmen, werde sich aber nicht einmischen, sagte Präsidentin Tsai Ing-wen am heutigen Mittwoch. Sie riet den Behörden in Peking und Hongkong, mit den Bürgern zu sprechen und keine falschen Schlussfolgerungen zu ziehen.

Chinas Büro für Taiwanangelegenheiten hatte der DPP und seinen Behörden schädliche und geheime Einmischung in die Protestkundgebungen von Hongkong vorgeworfen. Sollten diese nicht unverzüglich zurückgezogen werden, müssten die Konsequenzen getragen werden.

Dazu Präsidentin Tsai: „Wir unterstützen aber wir werden nicht intervenieren. Ich möchte den Pekinger und Hongkonger Behörden nur einen Satz nahelegen und hoffe, dass sie diesen auch hören können. Schieben sie nicht die Verantwortung für die Verschlechterung der Situation auf nicht existierende externe Kräfte. Verweigern sie nicht die Gespräche mit den Bürgern und ziehen sie auf keinen Fall falsche Schlüsse, die historischen Schaden anrichten können.“

Taiwans Außenministerium rief zu einem friedlichen und vernünftigem Dialog auf und zeigte sich über die Entwicklungen besorgt. Gewaltsame Unterdrückung beseitige keine Probleme. Es rief die Hongkonger Regierung zum Verständnis des eigentlichen Problems dazu auf, die Stimme des Volkes anzuhören.

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