NGO ruft Japan zu offizieller Entschuldigung wegen sexueller Sklaverei im 2. WK auf

  • 14 August, 2019
Weiter keine offizielle Entschuldigung von japanischer Seite

Am heutigen internationalen Tag der Trostfrauen protestierten Vertreterinnen der Stiftung zur Rettung der Frauen vor der Vertretung Japans in Taipei. Sie riefen die Regierung Japans zu einer offiziellen Entschuldigung für die im Zweiten Weltkrieg durchgeführten Verbrechen gegenüber den zur Prostitution gezwungenen Frauen auf.

Japans Armee richtete im Zweiten Weltkrieg in den eroberten Gebieten u.a. in China, Korea und den Philippinen Lager mit Sexsklavinnen ein. Auch Frauen aus Taiwan wurden unter falschen Versprechungen in solche Lager gelockt. Eine offizielle Entschuldigung Japans gegenüber den Opfern sexueller Versklavung ist bis heute nicht erfolgt.

Wegen einer bisher ausgebliebenen offiziellen Entschuldigung trägt die Stiftung dieses Anliegen schon seit 1992 jährlich gegenüber Japan vor. Ferner setzt sie sich für die Interessen der überlebenden sogenannten „Trostfrauen“ ein. In Taiwan ist deren Zahl auf zwei gesunken.

Der Sprecher des Präsidialamtes Ernesto Ting sagte, dass die Regierung diesem Anliegen große Bedeutung beimesse und eine klare Position beziehe. Es gehe um geschichtliche Aufarbeitung und der Verfolgung von Gerechtigkeit, um den Frauen die Würde zu geben, die sie verdienen. In der Zukunft werde man das Thema aktiv mit der japanischen Seite verhandeln und die Bedeutung der Rechte und der Würde der taiwanischen Trostfrauen deutlich machen.

Kommentare

Aktuell in dieser Rubrikmehr