Luftqualität: Grenzwerte sollen strenger werden

  • 11 July, 2019
  • 羅愷琳
Mitarbeiter des Umweltamts Hsieh Bing-hui kündigt neue Grenzwerte an (Bild: CNA)

Taipei, 11.07.2019 - Das Umweltamt hat heute einen Entwurf zur Anpassung der Grenzwerte für Luftverschmutzung vorgelegt. Dieser sieht strengere Grenzwerte für Feinstaub, Schwefeldioxid und andere Schadstoffe vor.

Die derzeit geltenden Grenzwerte traten 2012 in Kraft. Eine 2018 verabschiedete Änderung des Gesetzes zur Prävention von Luftverschmutzung schreibt eine Prüfung und Anpassung dieser Grenzwerte alle vier Jahre vor.

Den Entwurf für die erste solche Anpassung hat das Umweltamt heute vorgelegt.

Laut diesem soll der Grenzwert für Feinstaubpartikel der Größe PM10 von maximal 125 µg/m³ auf maximal 100 µg/m³ angehoben werden. Der Jahresdurchschnitt soll von 65 auf 50 µg verschärft werden. Ähnliche Verschärfungen sind auch für Schwefeldioxid, Stickstoffdioxid und Blei vorgesehen. Der Grenzwert von 15 µg/m³ und 35 µg pro Tag für Feinstaubpartikel der Größe PM2.5 bleibt unverändert.

Das Umweltamt bekräftigte, die neuen Grenzwerte sollen trotz großer Herausforderungen im Laufe des Jahres in Kraft treten. Man werde gemeinsam mit Lokalregierungen Pläne zur Einhaltung entwickeln. Ein Sprecher des Umweltamtes nannte die Anpassung eine “pragmatische” Entscheidung auf Basis der Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation, aber auch mit Rücksicht auf die technologische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit.

Wenn die neuen Grenzwerte realisiert sind, so die Hoffnung des Umweltamts, werde Taiwans Luftqualität im globalen Vergleich im vorderen Mittelfeld liegen.

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