Taiwans Delegation auf Investitionsgipfel in den USA

  • 11 June, 2019
Taiwans Delegation auf dem Investitionsgipfel in den USA (Bild: CNA)

Taipei–11. Juni 2019. Minister ohne Geschäftsbereich John Deng ist mit einer Delegation von taiwanischen Industrievertretern zu einem Investitionsgipfel in die USA gereist. Am gestrigen Montag (Ortszeit) sagte Deng vor Ort, dass Taiwan sich immer für ein Freihandelsabkommen mit den USA einsetzen werde.

Gemeinsam mit Minister Deng sind 112 Industrievertreter aus den Bereichen Informationstechnologie, Biotechnologie und der Stahlindustrie zu dem Gipfel „Select USA“ gereist. Damit stellt Taiwan das zweite Jahr in Folge die größte Delegation auf dem Gipfel.

Der Direktor des Amerikanischen Instituts in Taiwan (AIT) Brent Christensen sagte, dass die Größe der Delegation erneut Taiwans Versprechen hinsichtlich der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen verdeutliche. Die Investoren aus Taiwan hätten erneut die Möglichkeit zu zeigen, dass Taiwan ein enger Wirtschaftspartner der USA sei.

Minister Deng sagte, dass Taiwan weiterhin positiv auf die Möglichkeit eines Freihandelsabkommens mit den USA schaue. Man sei immer darauf vorbereitet, hoffe aber auch, dass die USA keine Vorbedingungen für die Verhandlungen stellen würden, wie etwa eine Öffnung Taiwans für den Import von US-Rind- und -Schweinefleisch.

Zum Handelskrieg zwischen den USA und China sagte Deng, dass taiwanische Unternehmen möglichst früh reagieren müssten. Deng riet den Unternehmen, einen Teil ihrer Produktion aus China zu verlagern, um den von den USA verhängten Strafzöllen aus dem Weg zu gehen.

Der Handelskrieg böte den taiwanischen Unternehmen aber auch neue Möglichkeiten, um sich international besser zu positionieren und die eigene Produktion aufzuwerten. Die Unternehmer könnten etwa nach Taiwan zurückkehren oder ihre Produktion nach Südostasien oder in die USA verlegen.

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