Kommission gibt keine Entwarnung für Schweinepest

  • 11 February, 2019
  • 何得中
Huang Chin-cheng (Bild: CNA)

Taipei–11. Februar 2019. Vizelandwirtschaftsminister Huang Chin-cheng hat heute vor einer anhaltenden Gefahr durch die Afrikanische Schweinepest gewarnt. Huang, der zugleich Leiter von Taiwans Schweinepest-Präventionszentrum ist, zweifelte zudem offizielle Zahlen von Chinas Regierung zur Ausbreitung der Krankheit an.

Den offiziellen Zahlen zufolge hat es bisher in 25 von 34 Verwaltungszonen innerhalb Chinas 109 Fälle der Afrikanischen Schweinepest gegeben. Taiwans Landwirtschaftskommission zufolge seien das aber nur die Fälle, die von China gegenüber der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) gemeldet wurden.

Laut Huang wurden Ende Januar etwa Fleischprodukte aus der Provinz Shandong, die von chinesischen Touristen nach Taiwan gebracht wurden, von Taiwans Behörden positiv auf die Afrikanische Schweinpest getestet. Shandong gehört bisher jedoch nicht zu den offiziell anerkennten Krankheitsgebieten.

„Die von uns positiv getesteten Fälle zeigen, dass Shandong tatsächlich bereits betroffen ist, Chinas Regierung aber nicht über die Situation informiert ist. Daraus wird deutlich, dass ein erkranktes Schwein, egal aus welcher Region, seinen Weg in die weiterverarbeitende Produktion gefunden hat,“ so Huang.

Gemäß den von China offiziell gemeldeten Zahlen markierte der Oktober letztes Jahr die Hochphase von bestätigten Krankheitsfällen. Seitdem gingen die Zahlen beständig zurück. Im Februar wurde bisher nur ein neuer Krankheitsfall von den chinesischen Behörden bestätigt.

Huang zufolge hätten positive Ergebnisse von Untersuchungen an Schweinefleischprodukten von chinesischen Touristen in Taiwan dagegen im Januar den bisherigen Höchststand erreicht. Ob die Hochphase der Krankheitsausbreitung vorbei ist, lasse sich erst nach März oder April sagen, so Huang.

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