Su Tseng-chang zitiert Churchill - Lai vergleicht seine Amtszeit mit Baseball

  • 11 January, 2019
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Der scheidende Premierminister Lai und der zukünftige Premierminister Su

Taipei – 11.1.2019 – Der designierte Premierminister Su Tseng-chang hat in der heutigen Pressekonferenz gesagt, dies sei ein entscheidender Zeitpunkt und eine sehr schwierige Aufgabe. Er zitierte den früheren britischen Premierminister Winston Churchill: „Erfolg ist nichts Endgültiges, Misserfolg nichts Fatales: Was zählt, ist der Mut weiterzumachen“, so Su heute in der Pressekonferenz. Auch Churchill habe nach dem Zweiten Weltkrieg in hohem Alter zum zweiten Mal das Amt des Premierministers übernommen. Er dankte Präsidentin Tsai dafür, dass sie ihm diese Gelegenheit gebe und für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung.

Der 71-jährige Su Tseng-chang war früher Landrat des südtaiwanischen Landkreises Pingtung, Parlamentsabgeordneter, Landrat des früheren Landkreises Taipei (jetzt New Taipei City) und Generalsekretär des Präsidialamts. Von 2006 bis 2007 war er Premierminister. Damals war Präsidentin Tsai Ing-wen Vizepremierministerin. Bei den Kommunalwahlen am 24 November 2018 trat er als DPP-Kandidat bei der Bürgermeisterwahl in New Taipei City an, verlor jedoch gegen den KMT-Kandidaten.

Der scheidende Premierminister William Lai Ching-te beschrieb seine Amtszeit und Funktion mit der eines Mittelspiel-Werfers im Baseball. Su sei der „Endspieler“, der die Fähigkeit und Entschlossenheit habe, für die DPP die Unterstützung der Öffentlichkeit im neunten Inning wiederzuerlangen. Lai hatte das Amt des Premierministers Anfang September 2017 von Lin Chuan übernommen.

Lai sagte beim Treffen mit dem Kabinett heute, er habe nach den schweren Verlusten bei den Kommunalwahlen am 24. November seinen Rücktritt angeboten, um als Kabinettschef die Verantwortung dafür zu übernehmen. Präsidentin Tsai habe sein Rücktrittsgesuch jedoch abgelehnt. Er habe sich daraufhin bereiterklärt, im Interesse der politischen Stabilität und Kontinuität im Amt zu bleiben. Es sei nun jedoch die Zeit für seinen Rücktritt gekommen, da es in einer Demokratie von größter Bedeutung sei, Verantwortung zu übernehmen.  

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